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Design und Farben mit Lacken auf Wasserbasis

Form, Farbe, Finish: Zutaten für den perfekten Teller

 

Was ist Form ohne Farbe? Nur eine halbe Sache. Das wissen auch die Studentinnen des Master in Color Design & Technology am Polytechnikum in Mailand. ICA Group hat sie für einen ganz besonderen Workshop getroffen: Sie waren gebeten worden, ein Service mit Holztellern zu entwerfen und dafür Farben und Decklack zu wählen. Wir haben unsere Wasserlacke zur Verfügung gestellt. Hier erzählen wir von dieser Erfahrung und bringen ein paar Teller auf den Tisch – das Ergebnis von diesem Abenteuer.

Die Mitwirkenden und die Teller

Der Master in Color Design & Technology bildet Fachleute der Farbe aus, d.h. Designer, die auf den Einsatz der Farbe in kreativen und gewerblichen Prozessen spezialisiert sind. Wir haben ihnen im Workshop von lkka Suppanen und Francesca Valan bei der Arbeit zugesehen: Dabei ging es um die Gestaltung eines Sets aus Holztellern. Die Studentinnen sollten nicht nur ihre Form entwerfen, sondern auch (und vor allem) die Farben und den Decklack für die Oberflächen. Wir von ICA kamen in dieser zweiten Phase dazu: Wir haben unsere Lacke auf Wasserbasis bereitgestellt, haben erklärt, wie man sie anwendet und wie man das richtige Finish wählt.

Jetzt stellen wir alle Teller auf den Tisch und können erkennen, aus welchen Gründen eine besondere Form, bestimmte Farben und Decklacke gewählt wurden. Alle zu Tisch!

Photo credits: Manuel Cafini

Entdecken Sie die neuen Farben, Effekte und Kombinationen

Der Teller von Ángela

Die Inspiration, die diesem Teller Form und Farbe verleiht, kommt von weit her – von den prähispanischen Gebäuden in Mittel- und Südamerika. Die Farben? Ángela wählte Gold Antik und Türkis, denn sie erinnern an die Schätze der präkolumbischen Völker. Nichts ist dem Zufall überlassen, wie uns Ángela erzählt.

„Ich erinnere mich an die aztekischen und prähispanischen Pyramiden und Gebäude in Mittel- und Südamerika, die eigentlich quadratisch oder rechteckig sind, aber ich wollte sie runder gestalten. So habe ich eine runde Pyramide mit Stufen bzw. Ebenen entworfen […]. Die Wahl des Decklacks folgte der gleichen ästhetischen Inspiration: Gold Antik und Türkis erinnern an den antiken Schmuck und die Statuen der Kulturen, an die ich dabei dachte.“
Ángela Pérez Calleja

Der Teller von Cecilia

Der Teller von Cecilia ist von der antiken japanischen Technik Shou Sugi Ban inspiriert. Lassen wir sie mit eigenen Worten von ihrem Projekt erzählen.

„Ich habe die Nuancen von Schwarz auf Holz bei der antiken japanischen Technik Shou Sugi Ban untersucht. Es handelt sich um eine besondere Behandlung, um die Holzqualität dauerhaft zu erhalten. Die Technik besteht darin, die Oberfläche des Holzes zu verkohlen, so dass sie wasserundurchlässig und außen widerstandsfähig wird. Die verschiedenen Nuancen des verkohlten Holzes können von Rot bis Silber reichen und vermitteln einen minimalistischen, schlichten und eleganten Eindruck.“
Cecilia Borettaz

Der Teller von Chiara

Der Teller von Chiara beschäftigt sich mit der Wandelbarkeit von Form und Farbe. Der Effekt entsteht durch die konvexe Basis für den Teller, durch die er instabil wird, und einen Decklack, der das Licht reflektiert und die Reflexe ständig verändert.

„Wenn das Gleichgewicht sich ändert, verändert sich auch das Licht und verleiht der Oberfläche, die es absorbiert, ein neues Aussehen. Ausgehend von dieser Idee sollten Oberflächen mit verschiedenen Wölbungen in den Dialog gestellt werden, um zu erkennen, wie verschieden sich eine Farbe und ein bestimmtes Finish darauf verhalten können. Diese ständigen Wölbungswechsel wurden mit Decklacken aus einer kräftigen Farbpalette kombiniert, die auch die Idee des Raumes und eines Objekts auf der Umlaufbahn vermittelt.“
Chiara Ruiu

Der Teller von Clara

Die Farben, die Clara eingesetzt hat, stammen aus ganz verschiedenen Paletten – auf ihrem Teller kommunizieren sie harmonisch miteinander. Clara nutzt dabei sowohl die zarten Farben aus der Natur als auch die künstlichen aus der Welt des Make-ups. So erklärt sie ihren Tellerentwurf selbst.

„Dieses Projekt, Blooming Beauty, ist entstanden, um uns an die Weichheit und den Glanz bei den Blüten und in der Welt des Make-ups zu erinnern. Für die Form des Tellers habe ich mich in der Tat von einem Rouge-Döschen inspirieren lassen: Ich habe eine Schale entworfen, die von einem flachen Ring umgeben ist. Was die Farben angeht, habe ich mit für zarte Töne wie Pfirsich, Blassrosa und Beige entschieden und dann mit kräftigen Farben wie Rot und Violett Kontraste erzeugt. Diese Farben kommen direkt aus der Welt des Make-ups und aus der Frühlingsblüte in der Natur.“
Clara Guimbretière

Der Teller von Cristina

Cristina hat mit Kontrasten gearbeitet: Sie ging von einem Holzblock aus, der von Natur aus hart und rau ist, und gelangte zu einem Objekt, das als weich und zart wahrgenommen wird. Wie hat sie das geschafft? Sie hat dazu eine geschwungene Form gestaltet und sie mit sehr zarten Pastellfarben und einen Decklack mit Perleffekt lackiert.

„Genau wie ein Kieselstein, der auf seiner Reise in einem Bach abgerundet und modelliert wird, nimmt der Teller diese Eigenschaften an und verwandelt das ursprüngliche Aussehen des Holzes völlig. Dieser taktile Eindruck wird mit einer Palette mit neutralen pastellrosa Farbtönen kombiniert. Sie reichen von einer dunkleren, „staubigen“ Nuance bis zu einem rosastichigen Weiß. Die Farben unterstreichen die Vorstellung von Zartheit. Um die geradezu skulpturale Qualität der Geometrie zu betonen, fügte sie dem Lack einen Perleffekt hinzu, so dass die Kurven das Licht in seiner Wandelbarkeit auffangen.“
Cristina Gomez

Der Teller von Erica

Ericas Teller wirkt mit seiner konkaven Form sehr aufnahmebereit. Besonders interessant ist die Studie von Form und Finish, mit denen die visuelle und taktile Erfahrung eines Orangenbaums kreiert werden soll.

„Deshalb wurden drei verschiedene Decklacke gewählt: Soft Touch erzeugt die Weichheit und Zartheit der Blüten, das Naturholz steht für den Stamm und Super Glossy stellt den Glanz der Orangenschale dar. Als Farben schließlich wurden Orange- und Grüntöne mit einem ausreichend hohen Sättigungsgrad ausgesucht, so dass die Vorstellung von Orangen und Sommer bestens vermittelt wird.“
Erica Malegori

Der Teller von Giorgia

Der Entwurf von Giorgia heißt Armonie Pugliesi – apulische Harmonien. Die Form ihrer Teller erinnert an die typischen apulischen Häuser, die Trulli, und auch die Farben stammen aus der Palette dieser süditalienischen Region.

„Auch die Farbpalette ist von Apulien inspiriert, vor allem von den weiten Hügeln mit Olivenbäumen. Die natürlichen Erdfarben sind gemischt mit dem typischen weißen Stein der Trulli bei Ostuni. Schließlich wurden matte Decklacke gewählt, um an eine Idee von Natürlichkeit anzuknüpfen. Der Kontrast entsteht dabei wieder durch die Gegenüberstellung von einem raueren Holzeffekt mit einem Bereich mit einer weicheren Optik und Haptik.“
Giorgia Colella

Der Teller von Giulia

Hier richtet sich der Blick ganz nach innen. In der Mitte ragt nämlich eine kleine Kuppel auf, die, wenn der Teller gefüllt ist, zu einer farbigen Insel wird. Außen wurde das Holz unbearbeitet gelassen, während die leuchtenden Fluo-Farben innen einen starken Kontrast bilden.

„Als Farben wurden Fluo-Gelb und Fluo-Orange gewählt, die mit verschiedenem Finish aufgetragen wurden: eins glänzend und eins matt. So kann man untersuchen, wie Licht und Schatten an den beiden Objekten völlig anders reflektiert werden. Der Kontrast der Formen mit den so leuchtenden, satten Farben erzeugt einen sehr eindrucksvollen Effekt, der das Auge des Betrachters anzieht – nicht nur mit den Farben, sondern auch mit den ungewöhnlichen Formen, auf denen sie appliziert sind.“
Giulia Muscatelli

Der Teller von Louise

Louises Teller hat eine schlichte Form, die das Volumen des Objekts betont. Als Farbton wurde ein Blau gewählt, das an die Werke von Yves Klein erinnert. Seine Tiefe wird durch das matte Finish hervorgehoben.

„Ich konnte natürlich den genauen Farbton des Pigments, das der Künstler verwendet, ohne das International Klein Blue selbst nicht erreichen. Es wurden verschiedene Blaunuancen aus dem NCS-System gewählt und der natürlichen Farbe des Holzes gegenübergestellt. Ich habe mich für ein mattes anstelle eines glänzenden Finishs entschieden, um mich dem tiefen Blau, das die gesamte künstlerische Recherche von Klein durchzieht, so weit wie möglich anzunähern.“
Louise Leonard

Der Teller von Simona

In Simonas Teller erkennt man eine Koexistenz von Natur und Künstlichkeit. Diese Dualität wird noch durch die Entscheidung betont, Naturholz mit einem fast plastisch wirkenden Decklack zu kombinieren.

„Die Dualität von Natürlichem und Künstlichem wurde erreicht, indem die Natürlichkeit des Holzes, die durch einen matten Klarlack betont wurde, einem deckenden farbigen Lack gegenübergestellt wurde, der so matt ist, dass er nahezu einen Soft Touch hat und das Holz fast plastisch macht.“
Simona Camporeale

 

Der Teller von Sophia

Sophias Teller ist von der Welt des Himmels inspiriert – Form und Farben sind so gewählt, dass sie ein Gefühl von Ruhe und Frieden vermitteln.

„Der glatte, gewölbte Grund wird von einem Ring überragt, der an den Heiligenschein eines Engels erinnert. Die Assoziationen von Himmel, Wolken und Luft brachten mich dazu, als Farben klares Blau und einen blassen Lavendelton zu wählen. Als Ergänzung zu den Farben habe ich einige Partien der Teller unbearbeitet gelassen, so dass die natürliche Schönheit des Holzes erhalten bleibt.“
Sophia Ahmad

Der Teller von Stefanie

Stefanie hat eine Familie von Tellern entworfen. Jedes Stück ist Teil eines Musters, das man von oben erkennt, wenn man alle Teller zusammen anschaut. Was die Farben angeht, kombiniert sie mehr oder weniger satte Töne in verschiedenen Schattierungen. Ihr Ziel? Sie will damit die Komplexität und Heterogenität einer modernen Patchworkfamilie nachbilden.

„Wenn wir alle Teller von oben zusammen sehen, sollen sie wie ein einziger bunter Entwurf einer Form bzw. eines Musters wirken, in dem das Ganze nicht vollständig ist, wenn ein Teil fehlt. Wenn die Familie nach und nach größer wird, kann auch das Service ergänzt werden.“
Stefanie Suarez

Gemeinsam mit diesen Studentinnen haben wir mit unseren Augen gesehen, wie die Farben oder eine bestimmte Oberflächengestaltung die Bedeutung eines Designobjektes ergänzen und erweitern können.

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